Greco

HeaderGreco –  was soll man über ihn sagen? Momentan kommt es ein bisschen drauf an, wann ich diese Zeilen schreiben. Manchmal ist er der genialste Hund der Welt und manchmal… Aber es ist alles nur eine Phase und der Terrorzwerg ja auch noch nicht mal zwei.

So grundlegend lässt sich sagen: er ist supergern bei seinen Menschen, bleibt aber auch problemlos alleine (und ist ehrlich irritiert, wenn Frauchen mal eher nach Hause kommt). Wenn dann einer da ist, dann solle er sich doch aber bitte auch mit ihm beschäftigen. Wenn er dann ausgepowert ist, legt er sich in eine Ecke und schläft. Zumindest bis sich irgendwo was bewegt, dann ist er wieder dabei, man könnte ja was verpassen.

Greco kann man überall problemlos mit hin nehmen. Zoo, Gaststätte, Innenstadt, alles keine Problem. Momentan sind andere Hunde seeehr interessant, aber wir arbeiten dran.

Was steht noch so im Rassestandard? Reserviert gegenüber Fremden. Das hat Greco definitv nicht gelesen, er freut sich über alles und jeden. Unsicher wird er allerdings, wenn jemand geduckt auf ihn zukommt, aber wer will ihm das verübeln. Ansonsten ängstlich. Manchmal. Gullideckel sind sehr gruselig. Gitterroste waren dies allerdings anfangs auch und sind es jetzt nicht mehr, also vielleicht gibt sich das auch mit den Gullis. Raschelnde Tüten sind unangenehm. Aber es hat ja jeder seine kleinen Schwächen.

Alle Gullideckel und Rascheltüten dieser Welt interessieren ihn allerdings überhaupt nicht, wenn er im Arbeitsmodus ist. Und da ist es ganz egal, ob auf dem Hundeplatz, beim Spazieren oder hier in der Wohnung, Clicker in die Hand und der Hund „ist an“. Beim clickern und auch später bei den bekannten Übungen gibt er immer 200%, selbst wenn es um Sachen geht, die er eigentlich nicht mag (wir üben gerade Skateboard fahren, uih, das wackelt), sieht man ihm an, wie sehr er versucht, trotzdem zu gefallen. Im Agiprcours ist er ein Flitzesheltie, der auch gern mal seine eigenen Wege geht und nicht immer so ganz genau zuhört. Kritikfähigkeit ist nicht so seine Stärke, aber 3 Wiederholungen kann man schon mal verlangen, bis er sich nicht mehr wohlfühlt. Aber die sind meistens gar nicht nötig.

Im Gegensatz zu meinen anderen von mir ausgebildeten Hunden kann ich sagen, Greco ist „weicher“. Er lässt sich leichter beeindrucken, auch nachhaltiger, aber komischerweise nicht bei Sachen, die ich mir wünschen würde (fressbares vom Boden aufnehmen zum Beispiel). Irgendwo ist da also auch ein kleiner Sturkopf mit drin. Er nimmt Stimmungsschwankungen sehr gut war und kann mit Unlust und leichter Verstimmtheit ganz schwer umgehen (im Training überhaupt nicht, da brauch ich gar nicht erst anzufangen). Er kommt schwerer zur Ruhe als manch anderer Hund, in hektischer Umgebung wird er selber mit hektisch. Aber all das sind Sachen, wo ich wahrscheinlich in 2-3 Jahren nur noch drüber lächeln werde. Ganz viel davon wird sich auswachsen, wenn er im Kopf ein bisschen reifer ist. Er ist halt noch ein Jungspund, mitten in der Pubertät, und das ist gut so 🙂

Vielen Dank, Heike Dette, für diesen kleinen Terrorzwerg, Herzenshund, Clown, Charmeur, Flitzesheltie, manchmal-zur-Weißglut-Bringer aber immer für-gute-Laune-Sorger!

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